Bienen zum „Anfassen“

 

 

Naturschutz fängt im Garten an

Ingelheim- Ein voller Erfolg war der diesjährige „Tag der Deutschen Imkerei“ des Kreis-Imkerverein Ingelheim-Bingen e.V., der bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gelände der Naturschutzgruppe Ingelheim viele Interessierte anlockte.

Bei fachlich fundierten Führungen durch den Bienenerlebnispfad erhielten die Gäste einmalige Einblicke in das Leben der Bienen. Neben den informativen Führungen, bei denen vom Bienenschaukasten über die Bienenquizwand bis hin zur Darstellung der Bienenhaltung über die verschiedenen Zeitepochen alle offenen Fragen der interessierten Gäste beantwortet wurden, gab es auch einen Fachvortrag zum Thema „Bienenfreundlicher Garten“, der regen Anklang erfuhr.

Dr. Ingo Böhme, Biologie und Hobbyimker, erläuterte darin anschaulich, mit welchen einfachen Möglichkeiten im eigenen Garten ein kleines Bienen- und Insektenparadies geschaffen werden kann. „Auch kleine Gärten bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, den für die Menschen sehr nützlichen Insekten eine gute Grundlage zum Leben zu schaffen“, so Dr. Böhme in seinem Vortrag. „Man darf nicht vergessen, die Produktion von Honig ist nicht die wichtigste Aufgabe der Bienen. Bienen und andere Insekten sorgen für eine intakte Flora und somit Fauna.“

Ein Highlight war die Vorführung eines künstlichen Bienenschwarms. Fasziniert konnten die Gäste unter dem Summen tausender Bienen bestaunen, wie sich diese wie von einem Magneten angezogen um ihre anfangs noch separierte Königin in Form einer schützenden Traube sammelten.

Natürlich kam auch das kulinarische Wohl nicht zu kurz. Bei kühlen Getränken konnten sich die Gäste für Wildschweinbratwurst vom Grill oder einer Vielzahl an von den Mitgliedern des Vereins gebackenen Kuchen erfreuen.

„Ein rundherum gelungenes Fest“, resümierte der Vorsitzende des Vereins, Franz Wassermann, als die Vereinsmitglieder nach getaner Arbeit das Naturschutzzentrum wieder in den Ursprungszustand versetzten. „Ich möchte mich besonders bei unseren Mitgliederinnen und Mitgliedern bedanken. Nur durch deren tatkräftige Unterstützung werden wir auch im kommenden Jahr unseren Gästen wieder ein informatives und abwechslungsreiches Programm bieten.“

Nicht nur für die Bienen ging ein interessanter und eindrucksvoller Tag zu Ende.

Text und Bilder: Christoph Schulte

 

Bilder: Clemens Kontek

 

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Bienenbäume

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Hubert bei der Bienenbaum-Ausgabe

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Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Verbesserung der blühenden Landschaft damit unsere Bestäuberinsekten auch zukünftig noch genügend Nahrung finden. Ein Obmann für Bienenweide (siehe Ansprechpartner) berät den Verein und seine Mitglieder bei Aktionen rund um das Thema. Auf verschiedenen Veranstaltungen über das Jahr kann man dann auch mehr über bienenfreundliche Mischblütenwiesen erfahren und sogar Saatgut für das Anlegen einer eigenen Wiese erwerben.

KIV in der Presse: Rheinhessen wird bunt

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BIENENPROJEKT Kooperation soll Blütenreichtum fördern und für Tiere Lebensraum schaffen.

INGELHEIM . Natur- und Kulturlandschaft müssen einander nicht ausschließen, sondern können sich hervorragend ergänzen. Ein Beispiel ist der Wildblüten-Streifen rund um die Apfelfelder von Obstbauer Gerhard Gaul im Behlweg zwischen Hesselweg und Burgweg. Dort blühen Wilde Möhre, Breitwegerich, Klee, Schafgarbe, Salbei und viele andere Pflanzen und Kräuter. Sie wurden von der intensiven Landwirtschaft der zurückliegenden Jahrezehnte stark verdrängt. […]

Quelle: Allgemeine Zeitung, 21.07.2014